Immer den gelben Füßen nach

Symbole am Straßenrand geben Schülern mehr Sicherheit / Viertklässler mit Farbsprühdose unterwegs

Der Schulweg in Klingenmünster ist für kleine Füße eine echte Herausforderung. Laster und Personenwagen, Traktoren und Busse brummen ohne Unterlass an den Grundschülern vorbei. Jetzt sollen große Füße – genauer gesagt gelbe Fußstapfen auf gelbfuss 1dem Pflaster – helfen, dass der Weg zur Schule sicherer wird. Die Schüler selber haben sie an gefährlichen Überquerungsstellen auf die Gehwege gesprüht.

Der Einfall kam aus der Ideenschmiede der Initiative Zukunft Minschder. Gemeinsam mit der August-Becker-Grundschule und den beiden Kindergärten wurde ein Konzept für die Gelbe-Füße-Aktion entwickelt. Vor Beginn der Sommerferien schaute sich eine Gruppe von „Experten“ – Schulkinder der damals dritten Klasse mit ihrer Lehrerin Katrin Brand, Vertreter der Eltern, der Gemeinde und des Ordnungsamts – die Straßen an, die überquert werden müssen, und legte fest, wo die beste Übersicht besteht und welcher Schulweg empfohlen wird.

Nach den Ferien ging es nun zur Sache: Katrin Brand zog mit ihren munteren Viertklässlern los, um die gelben Fußstapfen an den Straßenrändern aufzusprühen. Sie befinden sich jetzt an der Bahnhofstraße in Höhe Napoleonsbank, an der Kurve Im Stift/Bahnhofstraße (Ecke Im Winkel), vor der Katholischen Kindertagesstätte und auf der Weinstraße vor dem engen Gässchen Im Winkel.

In allen Klassen der August-Becker-Schule läuft parallel zur Aktion gerade der Unterrichtsschwerpunkt Verkehrssicherheit. Gleichzeitig erhielten die Eltern einen Brief, um ihnen den Sinn der Gelben Füße zu erläutern. So können sie gemeinsam mit ihren Kindern üben.

Auch die Autofahrer sind natürlich in der Pflicht, besonders aufmerksam auf Kita- und Schulkinder zu achten. Die Schüler aus der vierten Klasse haben deswegen große Plakate in knalligem Orange und mit gelben Füßen gemalt, die an vielen Stellen der Durchfahrtsstraßen in Klingenmünster hängen.gelbfuss 2

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Als die Amerikaner kamen

Als die Amerikaner kamen: Fünf Zeitzeugen berichten

k_70 Jahre - Bild Nr. 2Klingenmünster. Zu einem besonderen Abend der Erinnerung lädt der Arbeitskreis Altes Klingenmünster am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr in die Remise der Keysermühle ein: Fünf Zeitzeugen berichten, wie sie den Einmarsch der Amerikaner erlebt haben.
Sie waren gerade einmal 10 bis 15 Jahre alt, als am 22. März 1945 die Amerikaner durch das Klingbachtal von Münchweiler her nach Klingenmünster vordrangen und den Ort einnahmen. Brennende und beschädigte Häuser, fliehende deutsche Soldaten, zerstörtes Kriegsgerät, verletzte oder bereits tote Pferde im gesamten Tal verteilt, dann die ersten amerikanischen Soldaten, die Haus für Haus nach versteckten deutschen Soldaten und Nazis durchsuchten, der erste Schwarze, den man jemals zu Gesicht bekommen hat – die fünf Zeitzeugen erinnern sich erstaunlich genau an all diese schrecklichen Ereignisse.
Aus ihren lebhaften und detailgenauen Schilderungen hat der Arbeitskreis „Altes Klingenmünster“ einen etwa einstündigen Videofilm erstellt, der nun zum 70. Jahrestag vorgestellt werden soll. Nach der Vorführung des Filmes ist das Publikum zum Gespräch eingeladen, bei dem die fünf Zeitzeugen anwesend sein werden.

k_70 Jahre Ende des 2. Weltkriegs(Rita Reich)

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Flakhelferfilm – Ein Film mahnt zum Frieden

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Film “Anfang aus dem Ende. Die Flakhelfergeneration”, Aleida Assmann, Deutschland 2013, 85 min
Hier finden Sie weitere Infos zum Film und Bestellhinweise bei der Uni Landau-Koblenz

Hundert Zuschauer beeindruckt von den Erinnerungen der ehemaligen Flakhelfer

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Das Interesse an dem Film und den Schilderungen war überwältigend. Zahlreiche Stühle mussten noch herbeigeholt werden. Viele schauten beeindruckt stehend oder an Tischen angelehnt. Es war muksmäuschenstill während der Vorführung und den Erzählungen

Die Remise der Keysermühle war überfüllt. Das Publikum gemischt: Junge Leute waren darunter, aber auch Männer um die 90, die teilweise von ihren Erinnerungen überwältigt und aufgewühlt wurden. Die rund 100 Interessierten waren gekommen, um einen eindrucksvollen Film zu sehen: „Anfang aus dem Ende – die Flakhelfergeneration“. In diesem Dokumentarfilm, der 2013 entstand, schildern zehn Südpfälzer ihre Erlebnisse im Dritten Reich: Die heute über 85-jährigen Männer wurden damals – als 15-, 16-jährige Buben – von der Schulbank weg an die Flugabwehrkanonen kommandiert, mitten ins brutale Kriegsgeschehen. Einer von ihnen, Hermann Frech aus Göcklingen, war nach Klingenmünster gekommen, um den Film zu präsentieren und von seinen eigenen Erinnerungen zu erzählen.

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Rita Reich und Hermann Frech bei der Eröffnung erinnerten an die auch heute im Einsatz befindlichen Kindersoldaten.

Eingeladen zu der ungewöhnlichen Filmvorführung hatte der Arbeitskreis Altes Klingenmünster, eine Gruppe der Initiative Zukunft Minschder. Den Freizeithistorikern geht es darum, Erinnerungen zu bewahren, solange sie noch greifbar sind. Der Flakhelferfilm ist ein hervorragendes Beispiel für solche „erzählte Geschichte“.
In dem Film der Regisseurin Aleida Assmann mischen sich die Aussagen der betagten Zeitzeugen – allesamt ehemalige Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums mit historischen Fotos aus privaten Alben und Archiven, Bilder von den Schlachtfeldern und den zerstörten Städten. Aus vielen Einzelschicksalen entsteht das Bild einer Generation. Berichtet wird vom angstvollen Einsatz an den Flakgeschützen, von der brutalen Schinderei im Reichsarbeitsdienst, von Kriegsende, Flucht und Gefangenschaft. Die Rückkehr in die zivile Gesellschaft und die neue „fremde“ Demokratie sind weitere Themen. Viele der früheren Flakhelfer haben jahrzehntelang geschwiegen. „Ich konnte einfach nicht darüber reden“, sagt Hermann Frech. Doch als er nach einem denkwürdigen Klassentreffen begann, sich mit diesem Tabu seiner Lebensgeschichte auseinanderzusetzen, schrieb er seine Erinnerungen innerhalb von zwölf Stunden ohne Pause nieder und es war „wie eine Befreiung“.
Während der Filmvorführung war es mucksmäuschenstill in der Remise. Es war spürbar, wie sehr das Publikum von dieser besonderen Reise in eine finstere Vergangenheit beeindruckt war. Das brachten in einer anschließenden kleinen Diskussionsrunde auch viele Teilnehmer zum Ausdruck. Mit Beifall bedacht wurde eine Wortmeldung von „Gilles aus dem Elsass“, der eigens für diese Veranstaltung nach Klingenmünster gekommen war. Er berichtete vom Schicksal seines Vaters, der unter deutscher Gewaltherrschaft ähnlich leiden musste. „Wir müssen immer wieder darum kämpfen, dass wir über die Grenzen hinweg einander verstehen und den Frieden bewahren“, sagte der Elsässer.

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Jürgen Müsel bedankte sich bei Hermann Frech für die eindrucksvolle Schilderung der Erlebnisse. “Heute geht es uns sehr gut, aber das ist nicht selbstverständlich – nichts ist selbstverständlich”, so Hermann Frech.

Auch Hermann Frech mahnte eindringlich, aus der Vergangenheit zu lernen: „Wir leben in einer unglaublich freien guten Zeit. Wir brauchen keine Angst zu haben, erschossen zu werden, Aber wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir nochmal den gleichen Schlamassel.“ Das Publikum dankte dem 86-Jährigen, der sichtlich bewegt war, mit langem Applaus.
Die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises Altes Klingenmünster am 26. März um 18.30 Uhr in der Keysermühle befasst sich anhand von Zeitzeugenberichten mit dem Einmarsch der Amerikaner in der Gemeinde.
Rita Reich

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Newsletter: Einladung zum Flakhelfer-Film

Berührender Film: Frühere Flakhelfer erinnern sich

FlakhelferDirekt von der Schulbank an die Flugabwehrkanonen kommandiert: Dieses Schicksal erlitten kurz vor Kriegsende Jungen der Jahrgänge 1926 bis 1928. Ein ebenso packender wie berührender Dokumentarfilm lässt die damaligen Flakhelfer, die heute über 85 Jahre alt sind, mit ihren Erinnerungen und Erkenntnissen zu Wort kommen. Der Film „Anfang aus dem Ende – Die Generation der Flakhelfer“ ist am Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr in der Remise der Keysermühle zu sehen.

Die Regisseurin der beeindruckenden Dokumentation, Aleida Assmann, Literaturprofessorin an der Universität Konstanz, fand ihre mitwirkenden Gesprächspartner in der Südpfalz: Es sind ehemalige Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums. Einer von ihnen, Hermann Frech aus Göcklingen, präsentiert den Film in Klingenmünster und erzählt in einer persönlichen Geschichtsstunde aus dieser brutalen und prägenden Zeit. Er hat seine Erinnerungen, die durch die Dreharbeiten wieder geweckt wurden, auch schriftlich festgehalten.

Zu der Veranstaltung des Arbeitskreises Altes Klingenmünster, einer Gruppe der Initiative „Zukunft Minschder“, ist der Eintritt frei.

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Newsletter: Das war 2014

Das Jahr, das nun zu Ende geht, wird in der Chronik der Gemeinde Klingenmünster – und unserer Initiative Zukunft Minschder – eine ganz besondere Rolle spielen. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gelang der Kommune sozusagen der Hattrick: Gleich dreimal nacheinander war Klingen-münster erfolgreich und wurde letztlich „Goldgemeinde“ im Landeswettbewerb.
Damit nicht genug, bekam unser Dorf als Extra-Anerkennung noch den Demografiepreis aus der Hand von Innenminister Roger Lewentz.

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Landräting Theresia Riedmaier, Bürgermeister Hermann Bohrer, Ortsbürgermeister Erwin Grimm und Minister Roger Lewentz bei der Verleihung des Sonderpreises Demografie. (Foto: Wolfgang Dauber)

 

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Es gibt bereits ein Logo, das für Klingenmünster werben soll und für Broschüren, Preislisten, Flyer, usw. verwendbar ist. Sie können es in verschiedenen Formaten hier herunterladen.

An diesen spektakulären Erfolgen haben viele Bürger, Vereine und Organisationen mitgewirkt. „Zukunft Minschder“ war ganz vorne mit dabei, war an der Vorbereitung und Realisierung maßgeblich beteiligt. In der Begründung für den Demografiepreis wird ausdrücklich auf die Rolle unserer Zukunftsinitiative hingewiesen. Auch die drei Jurys des Wettbewerbs, die im Dorf unterwegs waren, zeigten sich beeindruckt von dieser Ideen- und Aktionsgemeinschaft engagierter Bürger. Darauf können wir stolz sein – genauso wie die anderen Beteiligten auf ihren Beitrag stolz sein können.

 


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Entwurfskonzepte für den Kreisel von Anke Müller-Dresselhaus

Neben dieser großen Aufgabe ist 2014 auch die Detailarbeit in den Arbeitsgruppen (AG) weiterge-gangen. Die Gruppe „Schönes Dorf“ arbeitet an der Gestaltung des Kreisels am Ortseingang, für den Anke Müller-Dresselhaus drei Entwürfe kreiert hat. Sie will jetzt die Kosten der unterschiedlichen Pläne schätzen, wobei sie davon ausgeht, dass Bürger bei der Verwirklichung kräftig mithelfen. Die Mitglieder der AG wünschen sich ein Bürgervotum zur Kreiselgestaltung als Empfehlung für den Gemeinderat, der das letzte Wort hat. Fortschritte macht das Vorhaben, den Schulweg in Klingenmünster mit „Gelben Füßen“ zu markieren. Nach einer Ortsbegehung mit Polizei, Ordnungsamt und Interessierten könnten schon im Frühjahr die „Gelben Füße“ gesprüht werden.

Was gibt es Neues in Sachen Rebbögen? Bürgermeister Grimm will sich kundig machen, was bei Fundamentierung und Haftung zu beachten ist. Hausbesitzer, bei deren Anwesen eine Überspannung denkbar wäre, sollen angesprochen werden. Danach geht es an die Ermittlung der Kosten. Ein großes Thema in der AG Schönes Dorf ist das Außengelände der Klingbachhalle. Dafür soll im Zusammenwirken mit dem Gemeinderat, dem Tourismusverein und anderen ein Konzept entstehen. Ideen für diesen Bereich sind Wohnmobilstellplätze, Bewegungsparcours, öffentliche Toiletten und vieles mehr.

 


Mit zwei Veranstaltungen ist die Arbeitsgruppe Kultur und Tourismus in den letzten Monaten an die Öffentlichkeit gegangen. Die Lesung von Hanns Petillon aus seinem Buch „Kindheitsdorf“ in der Klingbachhalle hat großen Anklang gefunden. Viele alte Bücher haben beim Bücherflohmarkt am vorweihnachtlichen Erlebnistag neue Besitzer gefunden. Rund 530 Euro für einen guten Zweck wurden dabei erlöst.

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Hanns Petillon bei seiner Lesung (Foto: Christel Flory)

Die jüngste Sitzung der AG stand unter dem Schwerpunkt Tourismus. Markus Hoppe, früher Kurdirektor in Bad Bergzabern, heute Geschäftsführer des Thermariums in Bad Schönborn, hat aus seiner Sicht den Tourismus in Klingenmünster beleuchtet und wertvolle Anregungen gegeben. Diskutiert wurde darüber, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um ein Konzept zu erarbeiten.

Weitere Pläne der AG KulTouri: Ein Film, in dem sich ehemalige Flakhelfer an ihre Erlebnisse erin-nern, soll in der Keysermühle vorgeführt werden; anwesend sein wird Hermann Frech, der an dem Film mitgewirkt hat (Infos auf der Homepage von Göcklingen, siehe hier). Geplanter Termin ist der 4. März. Der Landschaftsputz in und um Klingenmüns-ter soll im kommenden Jahr mit einem „Bachbutzfescht“ verbunden werden: Nach der Arbeit wird gemeinsam gefeiert. Zurzeit nicht aktuell, aber auch nicht vergessen ist die Idee, eine Partnergemeinde für Klingenmünster zu suchen.


GruppeDie Arbeitsgruppe „Altes Klingenmünster“ gräbt unterdessen historische Schätze aus. Eine Dokumentation in Wort und Bild über die frühere Ziegelhütte ist entstanden. Pünktlich zur Herbstzeit wurde der Text „Trauwe, Trauwe…“ veröffentlicht, der sehr lebendig die Weinlese in den fünfziger Jahren schildert. Nach wie vor werden Zeitzeugen gesucht, die bereit sind, ihre Erinnerungen aus früheren Zeiten zu erzählen. Auch historische Fotos sind der Gruppe willkommen.


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Friedhof Minfeld. (Foto: Dr. Monika Bär-Degitz)

Die AG „Soziales & Generationen“ hat sich in 2014 einmal in kleiner Runde getroffen und Erfreuliches festgestellt: die Jugendkriminalität in Klingenmünster hat sich entspannt, der Jugendtreff mit attraktiven Angeboten wird fortgeführt und „Lernen durch Engagement“ (LDE) entwickelt sich regional weiter. Einige AG-Frauen besuchten die Friedhöfe in Minfeld und Bienwald und nahmen ein paar umsetzbare Ideen für Klingenmünster mit. Projekte wie beispielsweise Betreutes Wohnen mit Tieren, Wohngemeinschaften für Senioren oder Mehrgenerationenhaus stehen auf der Warteliste und wollen auch mithilfe der Dorfmoderation vorangetrieben werden.

 


UDhZ_UnternehmenDie AG Wirtschaft hat 2014 keine Besprechungen abgehalten, da deren Aktive vorrangig bei „Unser Dorf hat Zukunft“ eingespannt waren. Auf der Projektliste stehen kurz- und mittelfristig der öffentliche Nahverkehr und die Weiterentwicklung der Homepage von Klingenmünster. Während des Dorfwettbewerbs von „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden auch die Firmen aufgerufen, an der Präsentation mitzuwirken. Die dort gewonnen Daten könnten verwendet werden, um auf der Homepage für unsere Unternehmen zu werben. Langfristig angelegte Projekte untersuchen, wie Unternehmen ins Dorf geholt werden können, um die Arbeitsplätze hier zu sichern und weiter auszubauen. Diskutiert wurden anmietbare Büro- und Tagungsräume oder die Unterstützung bereits vorhandener Spezialgebiete in Klingenmünster (Informationstechnik, Gesundheitswesen, Psychotherapie).


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“Bürgermeisterduell” beim Wahlcafé. Die Kandidaten Wolfgang Keule und Erwin Grimm, Moderator Rainer Wagner, Verabschiedungsrede durch Rita Reich. (Foto: Birgit Bauer)

Vor den Kommunalwahlen wurde am 4. Mai das „Wahlcafé“ veranstaltet. „Zukunft Minschder“ hat Fragen der Bürger eingesammelt und den zur Wahl stehenden politischen Gruppierungen zukommen lassen. Ausgewählte Fragen wurden im Rahmen eines „Bürgermeisterduells“ live gestellt. Trotz gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen, angeboten vom Förderverein der katholischen Kindertagesstätte, lag eine interessante Spannung in der Luft. Während der Moderation durch Rainer Wagner hätte man in der vollbesetzten Klingbachhalle sprichwörtlich das Fallen einer Stecknadel gehört – schließlich fand so etwas das erste Mal in Klingenmünster statt. Nachdem die beiden Kandidaten Wolfgang Keule und Erwin Grimm alle Fragen beantwortet hatten, unterhielt man sich locker und freundschaftlich. Nach der aufregenden Veranstaltung konnten alle tief aufatmen und wir freuen uns sehr, dass die Parteien, die Wählergruppe und die Kandidaten beim Wahlcafé mitgemacht haben.


Was bringt das Jahr 2015?

Nachdem der Gemeinderat für eine Dorfmoderation entschieden und Innenminister Lewentz bei seinem Besuch in Klingenmünster den Bewilligungsbescheid mitgebracht hat, sind wir gespannt, welche Impulse vom künftigen Dorfmoderator ausgehen werden. Einige Pläne sind zurzeit auf Eis gelegt, um die Moderation abzuwarten.
Wir wünschen allen Aktiven und Freunden von „Zukunft Minschder“ ein ideen- und erlebnisreiches neues Jahr. Unserer Gemeinde wünschen wir einen „guten Rutsch“ in die Zukunft. Für das Team: Rita Reich

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Bericht aus der Sitzung des Arbeitskreises Kultur und Tourismus (KulTouri) vom 1. Dezember 2014 in der Sansibar/Mathis

Mit dabei: Markus Hoppe, Eva Wagner-Seifert, Rainer Wagner, Birgit Bauer, Hans-Peter Bauer, Anita Klein, Erwin Grimm, Bernd Meyer, Rita Reich, Hans-Willy Tillig, Uschi Flörchinger, Max Heiner, zeitweise Jakob Mathis.

 1. Berichte über Lesung Petillon und Bücherflohmarkt

Eva berichtet: Die Lesung von Hanns Petillon aus seinem Buch „Kindheitsdorf“ war sehr gut besucht – etwa 70 Leute – und wurde allgemein positiv aufgenommen. Sehr gelobt wurde auch die passende Bewirtung durch den Tourismusverein und die musikalische Umrahmung durch den MGV-Chor.

Eva und Rita berichten: Beim Bücherflohmarkt am vorweihnachtlichen Erlebnistag waren die Organisatorinnen und Organisatoren mit einer gewaltigen Menge alter Bücher konfrontiert. Der Markt war gut besucht, rund 530 Euro wurden eingenommen. Über die Verteilung des Erlöses wird noch entschieden.

2. Geplante Vorführung des „Flakhelfer“-Films mit Hermann Frech

Der interessante Film, in dem sich ehemalige „Flakhelfer“ an ihre Erlebnisse erinnern, soll nach Aschermittwoch gezeigt werden, am besten an einem Mittwoch. Termin wird mit Hermann Frech, der über die Entstehung des Films erzählen wird, abgestimmt. Der Ort der Vorführung steht noch nicht fest: Klingbachhalle oder Mönchssaal kommen in Frage.

3. Tag der sauberen Landschaft / Bachbutzfescht

Eva: Der große Landschaftsputz in und um Klingenmünster wird am 21. März 2015 terminiert. Alle Bürger können sich beteiligen. Erwin Grimm schreibt Vereine und Schule an. Nach der Arbeit soll gemeinsam gefeiert werden, zum Beispiel an der Grillstation der Keysermühle.

Markus Hoppe diskutiert mit dem AK KulTouri

Markus Hoppe diskutiert mit dem AK KulTouri

4. Tourismus in Klingenmünster / Impulse

Markus Hoppe, ehemals Kurdirektor in Bad Bergzabern, heute Geschäftsführer des Thermariums in Bad Schönborn, der in Klingenmünster wohnt, beleuchtet aus seiner Sicht den Tourismus in der Gemeinde.

Hoppe wirft eine Reihe von Fragen auf: Gibt es ein Tourismuskonzept? (Nein) Eine Stärken-Schwächen-Analyse? Hat man eine Vision entwickelt und steuert Ziele an? Wie ist die Zusammenarbeit der am Tourismus Beteiligten? Der Redner empfiehlt, einen Servicecoach für die Beherbergungsbetriebe einzusetzen und klare Qualitätsstandards zu entwickeln. Wichtig sei, kein Kirchturmdenken zu pflegen, sondern die gesamte Region zu vermarkten.

Die Gaststätten sollten ihre Öffnungszeiten koordinieren und veröffentlichen. Die Öffnungszeiten des Tourismusbüros seien zu überdenken: eher samstags und sonntags statt unter der Woche. Ein Leitsystem könnte Touristen hilfreich sein, etwa beim Einstieg in den Panoramaweg. Themenwanderungen wie „Auf den Spuren von Staufern und Saliern“ oder „Mountainbiken auf dem August-Becker-Weg“ könnten Kultur und Event verknüpfen. Eine weitere Idee sind ehrenamtliche „Patenschaften“ für Wanderwege.

Reisemobil-Touristen seien eine gute Zielgruppe, so Markus Hoppe. Mindestens 20 Plätze mit Ver- und Entsorgungsstation sollten angeboten werden. Bürgermeister Erwin Grimm weist darauf hin, dass entsprechende Pläne an der Klingbachhalle umgesetzt werden sollen.

In der Diskussion herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass ein erster Schritt sein sollte, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten – etwa an einem „Klingenmünsterer Tourismustag“. Die Kernfrage: Wie schaffen wir es, „besonders“ zu werden, ein Produkt zu erfinden, das sich von anderen Gemeinden abhebt?

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Protokoll des Treffens der Arbeitsgruppe Kultur/Tourismus am 23. April 2014

Mit dabei: Eva Wagner-Seifert, Edeltraud Kreher, Rita Reich, Wolfgang Keule, Max Heiner, Bernd Meyer; etwas später: Birgit und Hans Peter Bauer

1. Der Flyer für das Kloster ist nun auf dem Weg und soll bis August fertig sein. Laut Wolfgang Keule sind die Bilder an Stefan Spengler (Klosterverein) gegangen, der Text liegt vor.

2. Eva Wagner-Seifert berichtet, dass die geplante Bachbutzaktion samt Bachbutzfest in diesem Jahr ausgefallen ist. Es gab nur eine kleine Aktion mit zwei Helfern der Keysermühle. Im nächsten Jahr, und zwar am 21. März, soll aber eine gründlich vorbereitete große Säuberung mit Beteiligung der Vereine stattfinden. Anschließend gibt es Essen und Getränke nach dem Motto „Arbeiten und Feiern“. Bei der Terminbesprechung am Jahresende (26. November) wird die Aktion angemeldet.

Kleine Abschweifung vom Thema: Man diskutiert, was mit der alten Sandsteinschließe geschehen könnte, die aus dem Klingbach geholt worden ist. Vorschlag: Man könnte sie als Bank am Panoramaweg oberhalb der Straße zur Landeck nutzen.

3. Die Vorführung eines alten Films über Klingenmünster wird vertagt. Später entwickelt sich eine Diskussion über den geplanten Imagefilm für die Gemeinde. Das Konzept von Nikolaus Gaffga (unter anderem: Beteiligung der Vereine gegen Bezahlung) wird als nicht ideal angesehen. Bernd Meyer erklärt sich bereit, ein Gespräch mit Gaffga zu führen.

4. Rita Reich hat Bürgermeister Grimm gefragt, wann die öffentliche Toilette eingerichtet wird. Laut Grimm ist die Betreiberin des Eiscafés einverstanden, dass die Toilette im Rathaus genutzt wird. Es seien aber noch Details zu klären. Die Gruppe beschließt, weiter nachzufragen.

5. Eva Wagner-Seifert und Rita Reich berichten, dass die Lesung mit Hans Petillon („Kindheitsdorf“) am 23. Oktober um 19 Uhr in der Klingbachhalle stattfinden soll. Die Halle steht kostenlos zur Verfügung. Zum Auftakt soll eventuell der MGV-Chor singen (Wolfgang Keule klärt das).

6. Die Idee, dass Klingenmünster eine Partnergemeinde suchen sollte, wird ausgiebig diskutiert. Die Teilnehmer sind sich einig, dass es keine beliebige Gemeinde sein sollte, sondern dass es Anknüpfungspunkte geben sollte. Das könnten historische Zusammenhänge sein (Kloster, Burg, Kriegsereignisse) oder schon bestehende Verbindungen von Vereinen oder Institutionen. Max Heiner schlägt vor, das Thema Gemeindepartnerschaft zu einem Schwerpunkt des nächsten Plenums von Zukunft Minschder zu machen. Dabei könnten Ideen gesammelt werden.

7. Um eine kurze Präsentation des Arbeitskreises im Wahlcafé kümmern sich Rita Reich (Text) und Hans Peter Bauer (Optik).

8. Was sonst noch anliegt: Hans Peter Bauer hat schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, den Tourismusexperten Markus Hoppe, der in Klingenmünster wohnt, zu einem Treffen des Arbeitskreises einzuladen. Man verspricht sich davon neue Ideen. Hoppe ist Geschäftsführer des Thermalbades in Bad Schönborn. Der Arbeitskreis findet diese Idee gut und bittet HP, einen Termin mit Markus Hoppe auszumachen. Zu dem Treffen sollen auch Stefan Spengler (Klosterverein) und Klaus Frey (Landeckverein) eingeladen werden.

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Bücherei Renovierung

Liebe Mitmacher,

am Samstag sind wir mit der Renovierung der Gemeindebücherei gut vorangekommen. Der erste Raum ist fast fertig, jetzt muss noch die „Leinwand“ fürs Bilderbuchkino hergerichtet und der zweite Raum gestrichen werden. Das angehängte Foto zeigt, wieviel Spaß die Aktion macht. Der nächste Arbeitseinsatz ist am Samstag, 4. Januar, ab 9 Uhr. Wir freuen uns über weitere Helfer. Mehr Infos bei Wolfgang Keule, Telefon 929380.

Wir wünschen einen guten Hüpfer ins neue Jahr

Rita Reich und das Renovierungsteam

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Protokoll AG Kultur und Tourismus vom 01. Juli 2013

Das Treffen der Arbeitsgruppe Kultur und Tourismus von „Zukunft Minschder“ am 1. Juli im Tourismusbüro

Mit dabei: Erich Laux, Eva Wagner-Seifert, Uschi Flörchinger, Max Heiner, Rita Reich. – Und zeitweise: Josef Leidenheimer, Wolfgang Keule, Birgit Bauer, Hans Peter Bauer.

Die Arbeitsgruppe berichtet und berät über verschiedene Themen, die beim vorangegangenen Treffen auf die Liste gesetzt wurden.

Thema Theater

Die Teilnehmer würden sich wünschen, dass das Chawwerusch-Theater in Klingenmünster auftritt, vielleicht mit dem aktuellen Stück zur deutsch-französischen Beziehung. Josef Leidenheimer hat Kontakt zu der Truppe. Sie treten gern im Freien auf, eine perfekte Kulisse wäre der Klostergarten. Laut Leidenheimer scheut der Klosterverein aber das finanzielle Risiko. Die Frage ist zu klären, ob das Risiko (wenn es überhaupt besteht) mit anderen Veranstaltern geteilt werden kann. Bei schlechtem Wetter könnte man in die Klingbachhalle ausweichen. Josef Leidenheimer wird mit Stefan  Spengler, dem Vorsitzenden des Klostervereins, die Möglichkeiten erörtern. Die Keysermühle muss gefragt werden, ob sie auch einen Chawwerusch-Auftritt plant, um Überschneidungen zu vermeiden.

Öffnung des Klosters

Man ist sich einig, dass das Kloster mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden sollte. Folgende Fragen sollen mit dem Klosterverein erörtert werden: Können mehr und andere Führungen als bisher angeboten werden? Wann wird der schon lange geplante Flyer verwirklicht? (Erich Laux ist bereit, wenn nötig am Text mitzuwirken) Inwieweit kann der Klostergarten für Besucher, und speziell für Veranstaltungen geöffnet werden? (Diese Frage muss vorrangig auch mit dem Pfarrer besprochen werden). Beschluss: Stefan Spengler und Barbara Siebert (Klosterverein) werden zu einer Schwerpunktsitzung „Kloster“ eingeladen.

Arbeiten und Feiern/“Bachbutzfest“

Eva Wagner-Seifert hat den beiden ehrenamtlichen „Bachputzern“ die Idee vorgetragen, dass man gemeinsam den Klingbach putzen und danach feiern könnte. Die Resonanz war positiv, geputzt wird aber erst wieder im Frühjahr – Thema auf Wiedervorlage. Der Vorschlag, Anrainer als Bachpaten für bestimmte Abschnitte zu gewinnen, wird erörtert. Josef Leidenheimer würde die Idee gern ausweiten und eine allgemeine Aktion für Sauberkeit im Dorf starten. Die Kulturgruppe stellt fest, dass sie im Prinzip nicht zuständig ist und empfiehlt der Gruppe Schönes Dorf, sich damit zu befassen.

Offenes Tanzen

Eva Wagner-Seifert berichtet, dass bei der August-Becker-Trachtentanzgruppe zum ersten Mal ein offenes Tanzen stattgefunden hat und dass es sehr gut besucht war. In Zukunft wird das Angebot einmal im Monat gemacht. Der Vorschlag ist also verwirklicht und kann abgehakt werden.

Webcam auf der Landeck

Rita Reich berichtet, dass die vorhandene Webcam keinesfalls als Werbemedium taugt. HP Bauer will mit dem Wirt, dem Landeckverein und vor allem mit Innexio reden, um herauszufinden, ob ohne großen Aufwand eine weitere Kamera installiert werden kann.

Gemeindebücherei

Eva Wagner-Seifert und Rita Reich berichten vom Besuch in der Gemeindebücherei. Der Buchbestand und  der Service werden als sehr gut eingeschätzt – gemessen an der geringen Größe. Es besteht aber Renovierungsbedarf. Wolfgang Keule erklärt sich bereit, wegen einer Renovierung mit Bürgermeister Grimm und gegebenenfalls mit einem ortsansässigen Maler zu sprechen und eine Ortsbesichtigung zu machen. Er wird signalisieren, dass man eine Helfergruppe aktivieren könnte. Weiterhin erörtert werden Werbemaßnahmen (Flyer für erwachsene Nutzer? Bücherbesprechungen im Südpfalz-Kurier? Bestandliste im Internet?) und ein Bücherflohmark. Über Sinn und Nutzen des Flohmarkts gibt es unterschiedliche Meinungen. Nun sollen zunächst die „Zukunft“-Teilnehmer um Bücherspenden gebeten werden.

Musik für junge Leute

Uschi Flörchinger  hat eine Excel-Tabelle mit Bands angelegt, die ein (mittel)junges Publikum ansprechen könnten. Sie sichtet und sammelt Angebote und wird an der nächsten Kerwebesprechung teilnehmen.

Imagefilm für Klingenmünster

Rita Reich berichtet, dass der Gemeinde ein Angebot und Finanzierungskonzept von Nikolaus Gaffga zur Herstellung eines Imagefilms vorliegt. Das Thema wird kontrovers diskutiert, auch andere Filmemacher werden ins Gespräch gebracht. Die Gruppe schlägt vor, einen Extratermin anzusetzen, an dem der vorhandene alte Film vorgeführt und über zwei Angebote für einen neuen Film diskutiert wird. Rita Reich spricht deswegen mit Bürgermeister Grimm.

Chronik der Ortsgeschichte

Erich Laux meint, es wird Zeit für eine Ortschronik. Er würde gern daran mitwirken, sucht aber weitere Autoren sowie einen Mentor. Ideal wäre für diese Funktion Archivar Rolf Übel. Max Heiner hat auch am Projekt Ortschronik Interesse. Weitere Namen werden genannt. Max und Erich werden sich zusammensetzen und mögliche Mitautoren persönlich ansprechen.

Das nächste Gruppentreffen soll Anfang September stattfinden (Terminvorschläge folgen). Max Heiner ist bereit, dann das Protokoll zu schreiben, Wolfgang Keule will die Gesprächsführung übernehmen.
Terminplanung bei Doodle hier

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Tagesordnung für 1. Juli

Wann: 01. Juli 19:00 Uhr
Wo: Tourismusbüro

  1. Begrüßung
  2. Besprechung der letzten Themen, z.B.
    1. Offenes Tanzen
    2. Theater
    3. Webcam
    4. Gemeindebücherei
    5. Arbeiten und Feiern
    6. Musik für junge Leute
    7. Klosteröffnung
    8. Imagefilm Klingenmünster
    9. “Fremdenverkehr”
  3. Noch offene Themen
    1. Ortsgeschichte
    2. Ehrenamt
    3. Touristenwanderungen
  4. Bericht aus AG Soziales – Querschnittsthema Barrierefreiheit
  5. Neuer Termin; Wer macht Gesprächsleitung / Protokoll?
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