Den Fragebogen können Sie auch hier herunterladen, ausdrucken und abgeben – vielen Dank!

Alternative Bestattungsformen: Umfrage will Bedarf ermitteln

Der Zahn der Zeit nagt am Friedhof von Klingenmünster und der Gemeinderat denkt darüber nach, ein Friedhofskonzept zu entwickeln. Doch was soll sich verändern? Macht es Sinn, neben der herkömmlichen Erd- oder Urnenbeisetzung alternative Bestattungsformen vorzusehen? Auf der Prioritätenliste der Dorfmoderation, die im Herbst letzten Jahres abgeschlossen wurde, stand dieser Bürgerwunsch ganz oben. Die Initiative „Zukunft Minschder“ hat sich jetzt der Thematik angenommen und im Einvernehmen mit dem Gemeinderat einen Fragebogen erarbeitet, der anonym ausgefüllt werden kann. Er wird in den nächsten Tagen an alle Haushalte in Klingenmünster verteilt.

Gefragt wird unter anderem, welche Bestattungsform man sich wünscht. Hier reicht das Spektrum vom einfachen Reihengrab über den gärtnerisch gepflegten Erinnerungsgarten bis zur anonymen Beisetzung auf einer Wiese, an einem Baum, einem Rebstock oder einem Findling. Eine weitere Frage lautet, was auf dem Friedhof in Klingenmünster generell verändert werden sollte.

Falls jemand beim Verteilen der Fragebögen leer ausgegangen ist oder ein weiteres Exemplar benötigt, kann er dies entweder im Rathaus erhalten oder von den Homepages der Ortsgemeinde und von Zukunft Minschder herunterladen. Der späteste Abgabetermin ist 30. Juni. Der ausgefüllte Fragekatalog kann im Rathaus-Briefkasten oder bei verschiedenen Privatadressen eingeworfen werden.

Nach der Auswertung aller zurückgeschickten Antworten sollen die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht und in einer Bürgerversammlung beraten werden.
(Rita Reich)

Den Fragebogen können Sie auch hier herunterladen, ausdrucken und abgeben – Danke!

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Immer den gelben Füßen nach

Symbole am Straßenrand geben Schülern mehr Sicherheit / Viertklässler mit Farbsprühdose unterwegs

Der Schulweg in Klingenmünster ist für kleine Füße eine echte Herausforderung. Laster und Personenwagen, Traktoren und Busse brummen ohne Unterlass an den Grundschülern vorbei. Jetzt sollen große Füße – genauer gesagt gelbe Fußstapfen auf gelbfuss 1dem Pflaster – helfen, dass der Weg zur Schule sicherer wird. Die Schüler selber haben sie an gefährlichen Überquerungsstellen auf die Gehwege gesprüht.

Der Einfall kam aus der Ideenschmiede der Initiative Zukunft Minschder. Gemeinsam mit der August-Becker-Grundschule und den beiden Kindergärten wurde ein Konzept für die Gelbe-Füße-Aktion entwickelt. Vor Beginn der Sommerferien schaute sich eine Gruppe von „Experten“ – Schulkinder der damals dritten Klasse mit ihrer Lehrerin Katrin Brand, Vertreter der Eltern, der Gemeinde und des Ordnungsamts – die Straßen an, die überquert werden müssen, und legte fest, wo die beste Übersicht besteht und welcher Schulweg empfohlen wird.

Nach den Ferien ging es nun zur Sache: Katrin Brand zog mit ihren munteren Viertklässlern los, um die gelben Fußstapfen an den Straßenrändern aufzusprühen. Sie befinden sich jetzt an der Bahnhofstraße in Höhe Napoleonsbank, an der Kurve Im Stift/Bahnhofstraße (Ecke Im Winkel), vor der Katholischen Kindertagesstätte und auf der Weinstraße vor dem engen Gässchen Im Winkel.

In allen Klassen der August-Becker-Schule läuft parallel zur Aktion gerade der Unterrichtsschwerpunkt Verkehrssicherheit. Gleichzeitig erhielten die Eltern einen Brief, um ihnen den Sinn der Gelben Füße zu erläutern. So können sie gemeinsam mit ihren Kindern üben.

Auch die Autofahrer sind natürlich in der Pflicht, besonders aufmerksam auf Kita- und Schulkinder zu achten. Die Schüler aus der vierten Klasse haben deswegen große Plakate in knalligem Orange und mit gelben Füßen gemalt, die an vielen Stellen der Durchfahrtsstraßen in Klingenmünster hängen.gelbfuss 2

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Slevogt-Einträge im Gästebuch vom „Zum Ochsen“

MaxSlevogt_Bild 5Der Arbeitskreis „Altes Klingenmünster“ hat ein altes Gästebuch des früheren Gasthauses „Zum Ochsen“ aufgetan, in dem mehrere Slevogt-Zeichnungen zu finden waren.

Offenbar war Max Slevogt dort Stammgast und hat sich dort wohl gefühlt.
Jürgen Müsel hat die Einträge in beiliegendem Dokument schön zusammengestellt und die Notizen lesbar gemacht – vielen Dank!
– Hier können Sie das PDF-Dokument herunterladen –

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Minschder Mobil – Vorstellung des CarSharing-Fahrzeugs

Vier Räder, sieben Sitze und eine gute Idee: In Klingenmünster steht bald schon ein Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung – das „Minschder-Mobil“. Wie der Name vermuten lässt, geht das Projekt auf eine Idee der Initiative Zukunft Minschder, Arbeitsgruppe Wirtschaft, zurück. Am Mittwoch, 5. August, um 17 Uhr wird das Auto, ein siebensitziger Ford Transit Kombi, im Stiftsgut Keysermühle in der Bahnhofstraße 1 präsentiert. Neben den Sponsoren, die an diesem Tag Zertifikate für ihr Engagement erhalten, sind alle interessierten Menschen willkommen.MinschderMobil2Das Leihauto steht allen Bürgern, Vereinen und Institutionen zur Verfügung, sofern sie Mitglied in einem neu zu gründenden Carsharing-Verein werden. Ziel des Vereins ist eine kostengünstige und umweltverträgliche Mobilität auf dem Land. Das Minschder-Mobil  kann das eigene Auto ganz ersetzen oder anstelle eines Zweitwagens genutzt werden. Die Nutzung des Fahrzeugs ist deswegen erschwinglich, weil verschiedene Sponsoren sich finanziell engagieren und dafür auf der Karosserie Werbung platzieren können.MinschderMobil1

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Protokoll der AG „Soziales & Generationen“ vom 23.03.2015

Beginn: 19 Uhr / Ende: ca. 20:45 Uhr

Teilnehmer: Elke Hainz, Lena Heider (Moderation & Protokoll), Anita Klein, Jochen Münch,
Markus Rau, Johanna Weis

Entschuldigt: Sabine Anklam-Moock, Birgit Bauer, Monika Degitz-Bär, Christiane Steinmetz, Claudia Oestreich

Top 1: Jugendflyer

Der Jugendflyer von Lena und Johanna hat erstmals nach langer Zeit ein Ergebnis gebracht. Der erste Job wurde angeboten und an einen Jugendlichen weitergeleitet. In dieser Hinsicht sollen Gespräche mit Frau Pfarrerin Wahlig und Joseph Runck erfolgen. Damit die engagierten, „helfenden“ Jugendlichen bei ihrer Tätigkeit versichert sind, möchten sich die Organisatorinnen Lena Heider und Johanna Weis der Nachbarschaftshilfe „Helfende Hand anschließen. Außerdem können sie auf diese Weise an den Kontakten/Anfragen der „Helfenden Hand“ partizipieren und werden in der Öffentlichkeit mit beworben. Dies soll nach Absprache mit Herrn Moser erfolgen.

Top 2: Jugend

Laut Anita Klein und Jochen Münch habe sich die Situation mit den Jugendlichen stark
verbessert. Es muss jedoch auf den Sommer gewartet werden ob dies so bleibt. Auch wurde von Lena und Johanna angemerkt, dass sich die Jugendlichen weniger in Klingenmünster aufhalten, sondern eher in Bad Bergzabern oder Landau verweilen.

In Richtung Spielplatz sollen neue Geräte aufgebaut werden, die auch für die Jugend
gemacht sind. Hier wird eine „Kontrolle“ nötig sein um zu sehen, dass die teure Anschaffung nicht gleich beschädigt wird.

Der Jugendtreff ist wieder gut besucht. Es gibt mittlerweile zwei Gruppen, die sehr gut
funktionieren. Unter der Leitung von Jochen Münch und Markus Rau werden, immer
mittwochs, Aktionen für die 10-15-Jährigen angeboten. Auch in der freien Zeit, in der man
sich nur trifft und unterhält sind viele (zwischen 8 & 20 Jugendliche) dabei.

Immer donnerstags können sich die Älteren auf Eigenverantwortung und Schlüsselvergabe
durch Markus oder Jochen im Jugendtreff zusammenfinden.

Um noch mehr auf die Jugend einzugehen soll 1-2mal im Jahr eine Art Disco veranstaltet
werden, die durch die Hilfe einzelner organisiert werden soll.

Auch wurde überlegt, ob man die Jugend mehr einbeziehen sollte. Auch jetzt in Verbindung mit den Asylbewerbern wäre dies ein Schritt nach vorne.

Elke Hainz hat angeregt, dass Jochen Münch und Markus Rau einmal im Jahr den
Gemeinderat über die Arbeit im Jugendtreff informieren. Ziele sind zum einen der
gegenseitige Informationsaustausch, zum anderen aber auch die Einbindung der
Gemeinderatsmitglieder zum Beispiel bei der Suche nach weiteren ehrenamtlichen
Betreuerinnen und Betreuern. Hier könnten die Gemeinderatsmitglieder eine
Multiplikatorenfunktion ausüben.

Ganz neu war die Überlegung eines Jugendparlaments, welches in der Dorfmoderation
besprochen werden sollte. Darüber würde Elke Hainz noch weitere Informationen sammeln.

Top 3: Lernen durch Engagement

Christiane Steinmetz konnte selbst nicht anwesend sein, informierte aber per E-Mail über
den neusten Stand zu diesem Thema: Alle Lehrer der Grundschule haben im November an
einem Workshop zum Thema teilgenommen. Leider sieht man aber Probleme bei der
Umsetzung in unserer Schule, was auch in den nächsten Jahren so bleiben wird. Andere
Schulen in Berghausen und Oggersheim nehmen an dem Projekt teil und werden von der
SWR „Herzenssache“ unterstützt. Dieser Tagesordnungspunkt wird aus den offenen
Themen genommen.

Top 4: Dorfmoderation
Einige unserer Themen werden an die Dorfmoderation weiter gegeben. Dort kann mehr auf
die einzelnen Abschnitte eingegangen werden. Zu diesen Themen gehören

  • Betreutes Wohnen mit Haustieren / Wohngemeinschaft für Senioren
  • Mehrgenerationentreff
  • Naturbegräbnisstätte
    (Elke Hainz regt an, eine Friedhofsplanerin zu kontaktieren, so wie dies andere
    Dörfer in der Gegend auch schon getan haben, mit dem Ziel der Erstellung eines
    Friedhofkonzepts – wünschenswert wäre dabei die Bürgerbeteiligung oder zumindest
    die Einbeziehung der bei „Zukunft Minschder“ gesammelten Visionen und
    Bedürfnisse)
  • Begrüßungsschreiben für neue Bürger
    (laut Anita Klein habe Bürgermeister Erwin Grimm das Begrüßungsschreiben
    aufgesetzt) Ziel sollte es sein, neue Bürgerinnen und Bürger, ggf. auch Flüchtlinge
    und Asylbewerber, persönlich (durch Bürgermeister, Beigeordnete, Gemeinderats-
    mitglieder oder eine von diesen beauftragte Person) zu begrüßen und das Schreiben
    und die gebundene Präsentation von Klingenmünster (entstanden im Rahmen der
    Präsentation zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“) auszuhändigen.
  • Barrierefreiheit
  • Jugendparlament

Sonstiges:

Elke Hainz informiert, dass Claudia Oestreich aufgrund von persönlichen/beruflichen
Gründen aus dem Orgateam von „Zukunft Minschder“ ausgetreten ist und auch diese AG
nicht mehr leiten wird. Sie wird jedoch weiter bei Zukunft Minschder mitwirken und die
Themen, die sie interessieren, vorantreiben.

Ein nächstes Treffen wird nicht terminiert, da die Dorfmoderation und die weitere Bearbeitung abgewartet werden.

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Als die Amerikaner kamen

Team „Altes Klingenmünster“:

Als die Amerikaner kamen: Fünf Zeitzeugen berichten

k_70 Jahre - Bild Nr. 2Klingenmünster. Zu einem besonderen Abend der Erinnerung lädt der Arbeitskreis Altes Klingenmünster am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr in die Remise der Keysermühle ein: Fünf Zeitzeugen berichten, wie sie den Einmarsch der Amerikaner erlebt haben.
Sie waren gerade einmal 10 bis 15 Jahre alt, als am 22. März 1945 die Amerikaner durch das Klingbachtal von Münchweiler her nach Klingenmünster vordrangen und den Ort einnahmen. Brennende und beschädigte Häuser, fliehende deutsche Soldaten, zerstörtes Kriegsgerät, verletzte oder bereits tote Pferde im gesamten Tal verteilt, dann die ersten amerikanischen Soldaten, die Haus für Haus nach versteckten deutschen Soldaten und Nazis durchsuchten, der erste Schwarze, den man jemals zu Gesicht bekommen hat – die fünf Zeitzeugen erinnern sich erstaunlich genau an all diese schrecklichen Ereignisse.
Aus ihren lebhaften und detailgenauen Schilderungen hat der Arbeitskreis „Altes Klingenmünster“ einen etwa einstündigen Videofilm erstellt, der nun zum 70. Jahrestag vorgestellt werden soll. Nach der Vorführung des Filmes ist das Publikum zum Gespräch eingeladen, bei dem die fünf Zeitzeugen anwesend sein werden.

k_70 Jahre Ende des 2. Weltkriegs(Rita Reich)

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Protokoll AG Schönes Dorf vom 12.03.2015

Anwesend: Anke Müller-Dresselhaus, Brigit Bauer, Elke Hainz, Bettina Burkhart
Entschuldigt: Helmut Walther, Erwin Grimm, Bernd Meyer, Rita Reich, Hans-Peter Bauer, Claudia Östreich

Gestaltung Ortseingänge/Straßen

Da Herr Grimm sich für das heutige Treffen entschuldigt hat, fehlen der Arbeitsgruppe wichtige Informationen, die Herr Grimm einholen wollte (z.B. beim LBM abklären, welche Richtlinien es für die Gestaltung eines Kreisels gibt oder auch Vorschriften/Versicherungen von Rebbögen) (siehe Protokoll vom 12.11.2014)
Die anwesenden Mitglieder der AG „Schönes Dorf“ beschließen, das Thema „Gestaltung der Ortseingänge und Straßen“ (Kreisel, Rebbögen etc.) in die Dorfmoderation einzubringen

Sicherer Schulweg

Frau Hainz stellt den aktuellen Stand der Aktion „Gelbe Füße“ vor:
Die 3. Klasse der August-Becker-Grundschule wird unter der Federführung ihrer Lehrerin Frau Brandt das Projekt „Gelbe Füße“ noch vor den Sommerferien umsetzen.
Als Vorbereitung dafür sollen alle Eltern die Schulwege ihrer Kinder in Ortspläne einzeichnen. Danach werden diese von Frau Brandt und Verkehrspolizist Mario Roth ausgewertet und der Verlauf einer Ortsbegehung entsprechend geplant. Die Ortsbegehung wird von „Zukunft Minschder“ (verantwortlich: Elke Hainz) organisiert.
An der Ortsbegehung werden neben der dritten Klasse mit Frau Brandt und Herrn Roth, auch Bürgermeister Grimm und Herr Schlimmer vom Ordnungsamt teilnehmen. Sobald der Termin feststeht, werden außerdem der Gemeinderat, Vertreterinnen aus den Kindertagesstätten und das Orga-Team von „Zukunft Minschder“ eingeladen.

Außengelände Klingbachhalle

Für die Projektgruppe „Außengelände Klingbachhalle“ hat Elke Hainz einen Vorschlag für die Vorgehensweise zur Konzeptentwicklung entworfen.
Dieser Vorschlag wird von Jens Huck in der nächsten Gemeinderatssitzung vorgestellt.
Anke Müller-Dresselhaus hat ihr Interesse bekundet, in dieser Projektgruppe als Fachfrau (Mutter und damit regelmäßige Nutzerin des Spielplatzes und Landschaftsarchitektin) mitzuwirken.

Konzept für die Gestaltung des Außengeländes der Klingbachhalle

Um was geht‘s? Zum Beispiel:

  • Bewegungsparcour
  • Wohnmobilstellplätze
  • öffentliche Toilette
  • Parkleitsystem
  • neue Info- und Schautafeln und Wegweiser
  • Austausch und Ergänzung der Bepflanzung
  • Sitzmöglichkeiten
  • Verbesserungs-/Erweiterungsvorschläge für Spielplatz

Vorschlag für die Vorgehensweise zur Konzeptentwicklung:

TOP Zeitraum Bemerkungen
Team bilden
Idee weiterentwickeln und im Gemeinderat vorstellen
Winter 2014/15
März 2015
Projektgruppe 01/14 gegründet
Konzepterstellung

  • Skizzen
  • Terminplan
  • Kostenermittlung
  • Finanzierungs- u. Umsetzungsplan
Frühjahr 2015 Fachkompetente Kooperationspartner einbinden
Vorstellen im Bauausschuss Sommer 2015 Beschlussvorbereitung
Gemeinderatsbeschluss Sommer 2015 Beschluss
Projektstart fließend Einzelprojekte früher, der Rest später

Die anwesenden AG-Mitglieder beschließen, dass sich die AG „Schönes Dorf“ für die Zeit der Dorfmoderation nicht mehr treffen wird, da man sich in der Dorfmoderation engagieren wird. Die Offenen Punkte (siehe „Visionen, Ideen …“ auf der homepage „Zukunft Minschder“) werden in die Dorfmoderation eingebracht. Die Aktion „Gelbe Füße“ wird umgesetzt und auch die Projektgruppe „Außengelände Klingbachhalle“ wird unabhängig von der AG weiterarbeiten.
(Protokoll: Bettina Burkhart, Elke Hainz)

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Als die Amerikaner kamen

Als die Amerikaner kamen: Fünf Zeitzeugen berichten

k_70 Jahre - Bild Nr. 2Klingenmünster. Zu einem besonderen Abend der Erinnerung lädt der Arbeitskreis Altes Klingenmünster am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr in die Remise der Keysermühle ein: Fünf Zeitzeugen berichten, wie sie den Einmarsch der Amerikaner erlebt haben.
Sie waren gerade einmal 10 bis 15 Jahre alt, als am 22. März 1945 die Amerikaner durch das Klingbachtal von Münchweiler her nach Klingenmünster vordrangen und den Ort einnahmen. Brennende und beschädigte Häuser, fliehende deutsche Soldaten, zerstörtes Kriegsgerät, verletzte oder bereits tote Pferde im gesamten Tal verteilt, dann die ersten amerikanischen Soldaten, die Haus für Haus nach versteckten deutschen Soldaten und Nazis durchsuchten, der erste Schwarze, den man jemals zu Gesicht bekommen hat – die fünf Zeitzeugen erinnern sich erstaunlich genau an all diese schrecklichen Ereignisse.
Aus ihren lebhaften und detailgenauen Schilderungen hat der Arbeitskreis „Altes Klingenmünster“ einen etwa einstündigen Videofilm erstellt, der nun zum 70. Jahrestag vorgestellt werden soll. Nach der Vorführung des Filmes ist das Publikum zum Gespräch eingeladen, bei dem die fünf Zeitzeugen anwesend sein werden.

k_70 Jahre Ende des 2. Weltkriegs(Rita Reich)

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Flakhelferfilm – Ein Film mahnt zum Frieden

Flakhelfer

Film „Anfang aus dem Ende. Die Flakhelfergeneration“, Aleida Assmann, Deutschland 2013, 85 min
Hier finden Sie weitere Infos zum Film und Bestellhinweise bei der Uni Landau-Koblenz

Hundert Zuschauer beeindruckt von den Erinnerungen der ehemaligen Flakhelfer

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Das Interesse an dem Film und den Schilderungen war überwältigend. Zahlreiche Stühle mussten noch herbeigeholt werden. Viele schauten beeindruckt stehend oder an Tischen angelehnt. Es war muksmäuschenstill während der Vorführung und den Erzählungen

Die Remise der Keysermühle war überfüllt. Das Publikum gemischt: Junge Leute waren darunter, aber auch Männer um die 90, die teilweise von ihren Erinnerungen überwältigt und aufgewühlt wurden. Die rund 100 Interessierten waren gekommen, um einen eindrucksvollen Film zu sehen: „Anfang aus dem Ende – die Flakhelfergeneration“. In diesem Dokumentarfilm, der 2013 entstand, schildern zehn Südpfälzer ihre Erlebnisse im Dritten Reich: Die heute über 85-jährigen Männer wurden damals – als 15-, 16-jährige Buben – von der Schulbank weg an die Flugabwehrkanonen kommandiert, mitten ins brutale Kriegsgeschehen. Einer von ihnen, Hermann Frech aus Göcklingen, war nach Klingenmünster gekommen, um den Film zu präsentieren und von seinen eigenen Erinnerungen zu erzählen.

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Rita Reich und Hermann Frech bei der Eröffnung erinnerten an die auch heute im Einsatz befindlichen Kindersoldaten.

Eingeladen zu der ungewöhnlichen Filmvorführung hatte der Arbeitskreis Altes Klingenmünster, eine Gruppe der Initiative Zukunft Minschder. Den Freizeithistorikern geht es darum, Erinnerungen zu bewahren, solange sie noch greifbar sind. Der Flakhelferfilm ist ein hervorragendes Beispiel für solche „erzählte Geschichte“.
In dem Film der Regisseurin Aleida Assmann mischen sich die Aussagen der betagten Zeitzeugen – allesamt ehemalige Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums mit historischen Fotos aus privaten Alben und Archiven, Bilder von den Schlachtfeldern und den zerstörten Städten. Aus vielen Einzelschicksalen entsteht das Bild einer Generation. Berichtet wird vom angstvollen Einsatz an den Flakgeschützen, von der brutalen Schinderei im Reichsarbeitsdienst, von Kriegsende, Flucht und Gefangenschaft. Die Rückkehr in die zivile Gesellschaft und die neue „fremde“ Demokratie sind weitere Themen. Viele der früheren Flakhelfer haben jahrzehntelang geschwiegen. „Ich konnte einfach nicht darüber reden“, sagt Hermann Frech. Doch als er nach einem denkwürdigen Klassentreffen begann, sich mit diesem Tabu seiner Lebensgeschichte auseinanderzusetzen, schrieb er seine Erinnerungen innerhalb von zwölf Stunden ohne Pause nieder und es war „wie eine Befreiung“.
Während der Filmvorführung war es mucksmäuschenstill in der Remise. Es war spürbar, wie sehr das Publikum von dieser besonderen Reise in eine finstere Vergangenheit beeindruckt war. Das brachten in einer anschließenden kleinen Diskussionsrunde auch viele Teilnehmer zum Ausdruck. Mit Beifall bedacht wurde eine Wortmeldung von „Gilles aus dem Elsass“, der eigens für diese Veranstaltung nach Klingenmünster gekommen war. Er berichtete vom Schicksal seines Vaters, der unter deutscher Gewaltherrschaft ähnlich leiden musste. „Wir müssen immer wieder darum kämpfen, dass wir über die Grenzen hinweg einander verstehen und den Frieden bewahren“, sagte der Elsässer.

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Jürgen Müsel bedankte sich bei Hermann Frech für die eindrucksvolle Schilderung der Erlebnisse. „Heute geht es uns sehr gut, aber das ist nicht selbstverständlich – nichts ist selbstverständlich“, so Hermann Frech.

Auch Hermann Frech mahnte eindringlich, aus der Vergangenheit zu lernen: „Wir leben in einer unglaublich freien guten Zeit. Wir brauchen keine Angst zu haben, erschossen zu werden, Aber wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir nochmal den gleichen Schlamassel.“ Das Publikum dankte dem 86-Jährigen, der sichtlich bewegt war, mit langem Applaus.
Die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises Altes Klingenmünster am 26. März um 18.30 Uhr in der Keysermühle befasst sich anhand von Zeitzeugenberichten mit dem Einmarsch der Amerikaner in der Gemeinde.
Rita Reich

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